"La Traviata" in Sofia

Ljubka Biagioni zu Guttenberg hebt die Stars auf die Bühne im Saal "Bulgarien" auf.
Eine der schönsten Opern von Verdi - "La Traviata" wird zum ersten Mal auf eine andere Art und Weise vorgestellt werden. Die einzigartige Spektakel, die am 8. März ihre Premiere im Saal "Bulgarien" hat, wurde vollständig von Baronesse Ljubka Biagioni zu Guttenberg geschöpft.

Die in Deutschland wohnende Römerin ist eine Regisseurin, Produzentin, Autorin der Kostüme, des Bühnenbilds, der Choreographie und der Beleuchtung. "Zum ersten Mal habe ich "La Traviata" am Festival in Herrenchiemsee, Deutschland, im Jahr 2007 vorgestellt. Dies ist ein Forum, das wir zusammen mit meinem Mann seit 12 Jahren organisieren.

Das war die erste Oper, die ich mit einem sehr avantgardistischen Konzept gemacht habe. In meiner Vorstellung sind Orchester, Sänger und Dirigent gemeinsam auf der Bühne und die Zuschauer sind in unmittelbarer Nähe. Die Organisation des gesamten Projekts geschieht nur in einer Woche und nicht wie in den anderen Theatern in 8 Wochen. Während der Proben mit den Sängern diskutieren wir auch ihre Interpretationen einer bestimmten Rolle. Es ist ganz wichtig, dass sie sehr natürlich sind. Ich verlange von ihnen, nicht nur ihre Arie zu singen, sondern die Rolle zu wirklich erleben. Ich hoffe, dass die Zuschauer im Saal "Bulgarien" jede Geschichte miterleben, die wir ihnen erzählen, sich in den Charakteren auf der Bühne wie in einem Spiegel zu erkennen, ihren Schicksal zu berühren.

Hoffentlich könnten die Menschen ihre Probleme, die Außenwelt zumindest für ein paar Stunden vergessen und ins musikalische Märchen "La Traviata" eintauchen“, sagt Biagioni.

Die Proben mit dem Orchester der Sofia Filharmonic Orchestra und dem Chor "Svetoslav Obretenov" haben bereits begonnen. Solisten sind die deutsche Opern-Star Suzanne Bertrand und der bulgarische Bass Anton Keremedchiev. Auch die Studenten vom Konservatorium Mikhail Mihailov, Atanas Mladenov Nona Krastnikova, Nikola Ivanov, August Metodiev und Mariana Kalushkova sind beteiligt.

Die in der Familie eines italienischen Politikers geborene Biagioni absolvierte Chor-und Orchesterleitung an der Nationalen Musikakademie "Pancho Vladigerov". Danach spezialisierte sie in den Meisterkursen von Karl Österreicher in Varna, Norbert Balach und Leonard Bernstein an der Akademie "Santa Cecilia" in Rom und bei einigen anderen Koryphäen des Genres.

Von besonderer Bedeutung für ihre Karriere ist ihre Arbeit mit Ilya Musin und Valeriy Gergiev in Rotterdam im Jahr 1997. Sie studierte Philosophie in Rom und gleichzeitig assistierte sie als Dirigentin in "Suntory Hall" in Tokio, „Arena di Verona“, beim Salzburger Festival und auf mehreren Bühnen weltweit. Ihre Leidenschaft sind die Opern von Mozart, Bellini, Rossini, Verdi, Wagner und Strauß.

In der Saison 1996/1997 war sie als die erste Dirigentin zu Gast den Philharmoniker in Markidzhana, mit welchen sie auf Tournee durch ganz Italien zog. Sie hat auch mit den Orchestern der "Arena di Verona", "Arturo Toscanini", in der Oper in Lucca, mit der Sofioter und der Warschauer Philharmonie gearbeitet. Sie hat "Nabucco" mit Paolo Gavaneli, "Cavalleria rusticana" und "Rigoletto".vorgestellt.